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Sanyo Denki Motoren
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Das Sanyo Denki Projekt


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Das Sanyo Denki Projekt wurde von mir während der EQ-6 Booster Entwicklung in die Welt gesetzt. Inzwischen wird ein derartiges Projekt auch kommerziell hergestellt und Vertrieben. Inwieweit die kommerzielle Lösung von mir abgekupfert wurde, möchte jeder nach dem folgenden Artikel selbst beurteilen. Ich widerspreche der kommerziellen Vermarktung meiner hier Veröffentlichten Baupläne ausdrücklich und eine Publikation an anderen Stellen bedarf meiner ausdrücklich schriftlichen Genehmigung! Jede Massenherstellung, egal zu welchem Zweck, von Teilen die auf meinen Plänen beruhen ist ausdrücklich Untersagt! Bitte beachtet auch die Fußnote!!!

Herstellen der Motorblöcke:


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Benötigt wird ein Aluminium Flachprofil mit den Maßen 55*4 mm. Das Profil wird 2 mal bei 60mm und 2 mal bei 70mm abgesägt. Auf jeweils ein Profil klebt man nun die Bohrschablone. Diese druckt man sich am besten aus und klebt sie mit doppelseitig klebenden Klebeband auf das Aluprofil.


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Jetzt werden die 2 passenden Profile übereinander gelegt und in einem Schraubstock eingeklemmt. Die Bohrschablonen sind so aufgebaut, daß die Maßangabe über der Bohrung das obere Profil und die Maßangabe unter der Bohrung das untere Profil bezeichnen. Steht also z.B. über der Bohrung 3.2mm und unter der Bohrung 3.2mm - 8mm, so bedeutet dies, daß beide Profile mit 3.2mm durchbohrt werden müssen und anschließend das untere Profil auf 8mm aufgebohrt werden muß. Wie aus den Schablonen ersichtlich, werden bis auf 2 Löcher die mit 2.5mm gebohrt werden müssen, alle Löcher mit 3.2mm vorgebohrt. Präzision ist hier kein Thema, da alle Teile die passen müssen (z.B. die Achsabstände der Zahnräder) justierbar sind. Bei meinen Motorblöcken habe ich einfach durch das Papier gebohrt (Man gewinnt hier keinen Schönheitspreis ;-).


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Anschließend können die Platten auseinander genommen und jede für sich weiter bearbeitet werden. Die großen 24mm Löcher feilt man am besten aus. Wer eine passende Lochsäge hat kann es sich natürlich auch einfacher machen :-). Zum ausfeilen der Langlöcher ist es ratsam, die Profile wieder aufeinander zu schrauben (Hierzu muß natürlich erst das M3 Gewinde in das untere Profil geschnitten werden ;-).
Sind alle Löcher hergestellt, schraubt man die Profile zusammen und schneidet das noch fehlende M4 Gewinde durch beide Profile. Tip: bevor man die Profile verschraubt, einen 3.2mm Bohrer in das Loch für das M4 Gewinde stecken ;-)


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Herstellen der ersten Getriebestufe:

Die erste Getriebestufe besteht aus dem 10- und 30- zähnigen Zahnrad. Hier habe ich auch wieder einen kleinen Trick angewendet. Wie schon erwähnt, sind alle Teile die passen müssen Justierbar. Für das Zahnrad mit 30 Zähnen wird die Ausgleichshülse auf die Länge gekürzt die das Zahnrad dick ist (ca. 4mm). Da die Hülse sehr dünnwandig ist und sich beim einspannen verbiegen würde, habe ich mir eine 4mm massiv Messingstange gekauft. Diese paßt exakt in die Hülse und so läßt sich die Hülse dann Gefahrlos einspannen und kürzen. Die Hülse sollte minimal länger sein, als das Zahnrad dick ist. So läßt sich anschließend die M4 Schraube festziehen ohne daß sich das Zahnrad festklemmt. Am besten erst mal zu lang abschneiden und anschließend langsam an die richtige Länge hinfeilen. Nun wird der Motor mittels den vier M3 Schrauben leicht angeschraubt. Ich habe die Löcher auf 3,5mm aufgebohrt und hatte dann genug Spiel um die Zahnräder aneinander anzupassen. Ist der Motor festgeschraubt, kann das große Zahnrad angeschraubt werden. Hier oben und unten jeweils Beilagscheiben unterlegen. Ist der Abstand der Zahnräder passend, können die Schrauben für den Motor fest gezogen werden. Bei mir ist die erste Getriebestufe spielfrei !


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Beim RA Motor muß das große Zahnrad nach der Justierung noch mal abgeschraubt werden, da sich eine Schraube für den RA-Motor unter dem Zahnrad befindet. Ist soweit alles in Ordnung wird das kleine Zahnrad auf die Achse des Motors geklebt und die Achse auf die richtige Länge abgeschnitten. Als Kleber empfehle ich den Loctite 648 (Buchsen und Lagerkleber) und zum abschneiden der Motorwelle hat sich eine Drehmel Trennscheibe bewährt. Wer wie ich keinen Drehmel hat, kann eine ganz normale Bohrmaschiene nehmen (funktioniert prima). Die Motoren sind jetzt Einbaufertig müssen aber noch gut eingefettet werden. Auch hier muß es nicht die teure Klüberpaste sein. Ich habe ein günstiges Lagerfett vom Baumarkt verwendet.


Einbau der neuen Motoren:

So jetzt haben wir es gleich geschafft und der mechanische Umbau ist beendet. Das Einbauen der Motoren ist auch kein Problem mehr. Hierzu werden die zwei verchromten Schrauben auf der Rückseite der Montierung heraus geschraubt. Wenn man nun in die Löcher schaut, kann man die Spitzen der Zahnräder sehen und somit die Motoren spielfrei einbauen. Am besten Schraubt man die Motoren erst leicht fest damit sie noch verschiebbar sind. Sitzen die Motoren dann richtig, werden die Schrauben festgeschraubt. Die Beilag- und Gummischeiben lassen sich von den alten Motoren wiederverwenden. Ist die Elektronik fertig, werden die Motoren nur noch am Powerboard eingesteckt (links RA, rechts DEC ;-). Die Kabel der Motoren sollten mit Kabelbinder oder ähnlichem gut verstaut werden, damit sie nicht in den Strahlengang des Polsuchers hängen. Der Polsucher wird durch die neuen Motoren nicht abgeblendet und ist somit weiterhin verwendbar !



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Das war's ;-)

Anhang A: Bezugsquellen der verwendeten Bauteile:

Bauteil Bezugsadresse
Motoren Sanyo Denki 103-H548-04500 R.T.A. Deutschland
Motorblöcke ALU Meier
Ausgleichshülsen (219827) Conrad Elektronik
Zahnräder Modul 0,8 (10 Zähne) GHW Modellbau
Zahnräder Modul 0,8 (30 Zähne) GHW Modellbau


Achtung!!!
Die Sanyo Denki Motoren brauchen sehr viel Strom und es wird eine geeignete Steuerung dafür benötigt. Ich weiß, dass einige eine MTS-3 verwenden, aber ich rate davon ab eine derart kleine Steuerung zu verwenden. Sicher geht das eine Weile gut, aber die MTS-3 wird mit den Denki Motoren an ihrer Leistungsgrenze betrieben und das kann auf dauer nicht gut sein. Desweiteren führt die Art und Weise wie bei der SDI der Mikroschritt implementiert ist, zu Vibrationen! Ich empfehle daher eine für diese Motoren angemessene Steuerung, wie z.B. die LittleFoot Elegance Photo!

Fragen zu diesem Selbstbauprojekt könnt ihr gerne im Supportforum stellen ;-)


Copyright © 2003 by Anand Rajiva , E-Mail: astronomie@rajiva.de


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